Immer „höher, schneller, weiter” ist nicht nur ein verbreitetes Motto im Sport, sondern auch in anderen Lebensbereichen. Im Entertainment-Sektor etwa ist einiges möglich: 4K-Fernseher und Surround-Sound gehören für viele Film-Liebhaber zur Standardausrüstung. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, ergänzt das Erlebnis durch eine zusätzliche Komponente. Neben dem Feelbelt kann das bspw. eine Virtual Reality Brille sein. Vom Trend zur Massentauglichkeit.

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Umsatz mit Virtual Reality-Anwendungen steigt

Nach einer Studie von PwC könnte der Virtual Reality-Markt in Deutschland 2023 ein Volumen von 280 Millionen Euro erreichen. Die meisten Erlöse werden demnach aktuell in zwei Bereichen erzielt:

  1. in der Gaming-Branche
  2. VR Videos

Beide Segmente haben in den letzten Jahren ein starkes Wachstum erzielt. Der Umsatz im Gaming-Markt stieg 2018 im Bereich VR in Deutschland auf 62 Millionen Euro und damit um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Videos kommen auf insgesamt 43 Millionen Euro Umsatz in Deutschland, was einem Zuwachs in Höhe von 48 Prozent entspricht.

Laut PwS sei die anfängliche Euphorie zunächst verflogen. Doch das sei gut so. Es “mehren sich gerade jetzt die Zeichen, dass Virtual Reality eben doch zu einer Technologie für den Massenmarkt heranwachsen könnte.” Ein Umsatztreiber seien vor allem auch VR Headsets, die mittlerweile vergleichsweise günstig zu erhalten seien.

Künftig könnten Meetings im Home Office per Hologramm stattfinden

In der diesjährigen Ignite-Konferenz hat Microsoft die Plattform Mesh vorgestellt. In Kombination mit AR-Brillen soll die Technologie den Weg für ein virtuelles Upgrade im Home Office ebnen: Microsoft Mesh hat das Ziel, Menschen durch Hologramme über große Distanzen hinweg zusammenzubringen, sodass sie gemeinsam an Projekten arbeiten oder sich virtuell auf einen Kaffee treffen können. Es sind aber auch zahlreiche andere Anwendungsmöglichkeiten denkbar. Das beliebte Smartphone Game Pokémon Go lädt die Spieler dazu ein, etwa raus in den Park zu gehen und Pokémon einzufangen. Durch Microsoft Mesh und eine passende AR-Brille begegnen Pikachu, Glumanda  und Co. den Spielern direkt vor ihrer Nase.

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Mit der Augmented Reality-Brille HoloLense 2 erhält das Home Office ein Upgrade. (Quelle: Microsoft)

Microsoft Mesh soll zusammen mit der HoloLens2 und den Oculus-Brillen anwendbar sein (SPIEGEL).

Was ist der Unterschied zwischen AR- und VR- Brillen?

AR steht für Augmented Reality – also erweiterte Realität. Während der Nutzer mit Hilfe einer Virtual Reality-Brille vollständig in eine virtuelle Welt abtaucht, die digital direkt vor seinem Auge entsteht, behält er mit einer AR-Brille sein Umfeld weiterhin im Blick. Die vorhandene Welt wird durch digitale Inhalte lediglich erweitert. Also zusammengefasst:

  • Virtual Reality: vollständiges Eintauchen und Ausblenden der Umgebung
  • Augmented Reality: Ergänzen der Realität durch Einbinden von digitalen Elementen bspw. Menschen oder Figuren, Umgebung wird weiterhin wahrgenommen

Sony kündigt neues Virtual Reality Headset an

Der Verkaufsstart der Playstation 5 war vor allem geprägt durch: Warten. Die seit 19. November 2020 (theoretisch) erhältliche Konsole war bereits lange im Voraus vergriffen, sodass die ersten Auslieferungen Ende 2020 an die Vorbesteller aus September 2020 gingen.

Die darauf folgenden Kontingente waren jeweils so schnell verkauft, dass es aktuell noch immer nahezu unmöglich ist, eine Playstation 5 kaufen zu können. Zudem verhindert der bundesweite Lockdown, dass sich die begehrte Konsole mal eben im Elektronikmarkt eintüten und mitnehmen lässt – selbst, wenn sie verfügbar wäre. Ohnehin hat der Hersteller den stationären Handel dazu aufgefordert, die Playstation 5 nicht im Ladengeschäft anzubieten, wie Games Wirtschaft berichtet. Grund dafür ist vor allem die Pandemie.

Sony gab nun bekannt, dass es ein Virtual Reality Headset für die Playstation 5 geben wird – als Nachfolger der Playstation VR. Die aktuell erhältliche Playstation VR-Brille ist kompatibel mit der Playstation 4 sowie mit der PS5. Sie ist nach der Oculus Quest zudem die meistverkaufte VR-Brille weltweit (Statista).

„Today I’m pleased to share that our next-generation VR system will be coming to Playstation 5”

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Als Nachfolger der Playstation VR folgt ein neues Virtual Reality Headset. (Pexels/cottonbro)

Wie der japanische Elektronikkonzern auf seinem Blog ankündigt, soll das neue Virtual Reality Headset für die PS5 zahlreiche Verbesserungen zur vorherigen Variante mitbringen:

  • höhere Auflösung
  • größeres Sichtfeld
  • verbessertes Tracking der Bewegungen des Nutzers
  • nur noch ein einziges Kabel zur Verbindung mit der Playstation
  • mehr Benutzerfreundlichkeit

Dazu soll es einen neuen VR Controller geben, der einerseits ergonomische Ansprüche erfüllen und andererseits die Funktionen des Dual Sense Wireless Controllers miteinander vereinen soll. Das könnte bedeuten, dass auch dieser Controller mit Hilfe von haptischem Feedback den Spieler durch Immersion noch tiefer in das Game eintauchen lässt. 

Sony erklärt weiter, dass das neue Headset nicht mehr in diesem Jahr erscheinen wird, doch die Entwickler sind bereits dran, um eine „whole new generation of VR games and experiences” zu erschaffen (Playstation Blog).

VR Games vom PC auf die Brille übertragen

Für die Facebook eigene VR-Brille Oculus Quest gibt es ein Feature, das es dem Nutzer ermöglicht, VR Games ohne Kabel direkt auf die Brille zu übertragen. „Virtual Desktop” wurde jedoch im Sommer 2019 auf Grund von Qualitätsbedenken aus dem Quest Store entfernt.

Im App Lab ist die Anwendung seit Kurzem nun wieder verfügbar. Auf der Plattform werden zahlreiche Apps angeboten, die sich bspw. noch in der Entwicklung befinden und mit Hilfe von Nutzer-Feedback vorangebracht werden sollen (mixed.de).