Die vierte industrielle Revolution ist ein aktueller Trend in Deutschland. So soll mithilfe von Cloud Computing in der Industrie 4.0 eine globale Vernetzung in der Informations- und Kommunikationstechnologie erreicht werden. Diese Entwicklung bringt für den Menschen zahlreiche Veränderungen, sowohl im Alltag als auch in der Industrie, da technische Geräte immer mehr Anwendung finden. Lies in diesem Beitrag mehr darüber, wie Cloud Computing sich von einem Konzept zur Wirklichkeit entwickelt hat und warum die Technologie für den Fortschritt der Industrie 4.0 so wichtig ist.

Was ist Cloud Computing? 

Für Endnutzer repräsentiert die Cloud einen stets verfügbaren Zugriff auf webbasierte Anwendungen, Datenspeicherplatz, Verarbeitungskapazitäten und andere Computing Ressourcen. Durch die Verbreitung des Internet of Things (IoT) befinden sich aktuelle technologische Standards im Alltag sowie in der Industrie im Wandel. Das hat nicht nur Auswirkungen auf einzelne Personen sondern auf ganze Organisationen. 

Im Rahmen der digitalen Transformation ist Cloud Computing eine wichtige Technologie, denn sie steht für:

  • hohe Flexibilität, 
  • leichte Skalierbarkeit und 
  • eine Einsparung von Kosten.

Für Organisationen ist insbesondere der letzte Punkt von Bedeutung. Denn statt sich die benötigte Technik selbst anzuschaffen, zu installieren und zu warten, können diese auf Webdienste zurückgreifen, die das erledigen. Cloud Computing innerhalb der Industrie 4.0 ist ein fester Bestandteil, wie sich auch im folgenden Bild erkennen lässt:

Die wichtigsten Aspekte der Revolution von Industrie 1.0 zu Industrie 4.0 sind in dieser Grafik einfach erklärt (b.telligent)

Um das Thema bildhaft darzustellen, kannst du dir folgendes Video zu Cloud Computing anschauen:

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Die verschiedenen Angebote

Der Markt für Cloud Computing umfasst zahlreiche Angebote. Diese unterscheiden sich vor allen Dingen in ihren Schichten- und Bereitstellungsmodellen. Auf die Bereitstellungsmodelle gehen wir in diesem Absatz nochmal genauer ein. Das Schichtenmodell bezieht sich auf den Umfang der Leistungen und entspricht einem bestimmten Service-Level. Die drei bekanntesten Modelle sind: 

  • Infrastructure as a Service (IaaS)
  • Platform as a Service (PaaS)
  • Software as a Service (SaaS)

Amazon bietet mit seiner Amazon Web Services Plattform eine Dienstleistung im Cloud Computing-Bereich. Somit bietet die Firma eine komplette Hardware-Lösung an. PaaS hingegen richtet sich fast ausschließlich an Software-Entwickler, was den Programmierern die Einstellung und Wartung der Umgebung erspart. Die SaaS ist auch für den Endverbraucher interessant. Du brauchst dich nicht mehr um die Installation und Wartung der Software kümmern, und kannst dir sicher sein, dass die bestehende Hardware für eine Ausführung der Software reicht. 

Was bringt dir das?

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Cloud Services erleichtern die Remote-Arbeit. (microgen/envato)

Wir kennen nun die Theorie. Doch was genau bringt dir Cloud Computing? In der Industrie 4.0 und vor allem in Zeiten der Pandemie erleichtert sie das Arbeiten von zu Hause aus enorm. Du kannst produktiv, agil und von jedem Ort auf der Welt gemeinsam mit anderen Menschen an Projekten arbeiten.

Denk an die iCloud. Apple hat die Software im Jahr 2011 zum ersten Mal vorgestellt und 2016 haben diese rund 782 Millionen Menschen genutzt (ZDnet). Sie agiert wie eine riesige digitale Festplatte auf der Apple-Nutzer alle ihre Daten synchronisieren und von jedem Gerät darauf zugreifen können.


 Lies in diesem Blog mehr über die Neuheiten von Apple für das Jahr 2021


Der Technologie-Riese Google bietet mit Google Drive eine ähnliche Variante an, bei der du deine Dokumente in der Cloud speichern, Dateien teilen und Dokumente gemeinsam mit anderen bearbeiten kannst. 

Die Bereitstellungsmodelle einer Cloud

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Ein Rechenzentrum speichert kritische Daten und Anwendungen im großen Stil. (twenty20/envato)

Bei der Nutzung der Cloud gibt es verschiedene Angebote, die abgestimmt auf die jeweiligen Nutzer sind:

  • In einer Private Cloud wird die Cloud-Infrastruktur nur für eine Organisation betrieben. Sie kann von Dritten oder der Organisation selbst geführt werden und die Rechenzentren können vor Ort oder remote bestehen. 
  • Bei einer Public Cloud können die Services von der Allgemeinheit oder einer ganzen Industriebranche genutzt werden. 
  • Die Community Cloud wird in ihrer Infrastruktur von mehreren Organisationen geteilt, die ähnliche Interessen haben. Eine dieser Organisationen oder Drittanbieter können diese Cloud betreiben.
  • Wenn mehrere Cloud-Infrastrukturen für sich eigenständig sind und über standardisierte Schnittstellen gemeinsam genutzt werden, handelt es sich um eine Hybrid Cloud.

Welche Bedenken gibt es? 

Trotz der zahlreichen Vorteile, die eine Nutzung von Software mit sich bringt, gibt es auch die Kehrseite der Medaille. Cloud Computing in der Industrie 4.0 ist noch nicht überall angekommen. Das zeigt sich insbesondere in Deutschland, wo Cloud-Dienste unter Vorbehalt und insgesamt weniger in Anspruch genommen werden als zum Beispiel in den Niederlanden. Sicherheitsbedenken sind dabei an vorderster Stelle. Hinzu kommen folgende Punkte:

  • Daten von einzelnen Menschen oder Firmendaten in der Cloud zu bewegen, bedeutet auch, dass die Verantwortung über Datensicherheit mit den Cloud-Anbietern geteilt wird. 
  • Die Remote-Nutzung von IT-Ressourcen ist anfälliger, zum Beispiel für Cyber-Angriffe. Sensible Daten in einer Software zu speichern, birgt insgesamt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko.
  • Die Cloud benötigt eine stabile und schnelle Internetverbindung, welche nicht überall auf der Welt gewährleistet ist. Zudem sind Nutzer abhängig von den Anbietern dieser Dienste.

Die Entwicklung des Cloud Computing in der Industrie 4.0 schreitet weiter voran. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Technologie entwickelt.